Von Tim Unger, StD. Anlässlich des »Europatages« am 9. Mai 2026 führte unsere Jahrgangsstufe 10 zwei Projekte in der Aula durch: Das Quiz »Wer wird Europameister?« des Berliner Vereins »Bürger Europas e.V.« (7. Mai 2026) und eine Diskussion mit den Bundeswehrjugendoffizieren Paul Lienenbecker und Maria Eck (11. Mai 2026).
Aufgeteilt in zwei interessengeleitete Gruppen konnten sich die Schülerinnen und Schüler der vier Zehnerklassen für eines der beiden Projektangebote entscheiden, so dass sich jeweils knapp 50 Teilnehmende in der Aula einfanden. Am 7. Mai stellte sich die erste Teilgruppe den Fragen des Referenten, der für die »Bürger Europas e.V.« das Quiz »Wer wird Europameister?« moderierte. Dabei ging es in 90 Minuten in verschiedenen Themenblöcken rund um Europa um Bereiche wie »Jugendliche in der EU«, »Die EU und ihre Bürgerinnen und Bürger«, »Europa und die Welt« sowie »Europa 2026«. Mit Hilfe von TED-Geräten stimmten die Schülerinnen und Schüler – z.T. nach vorheriger Beratung mit ihren jeweiligen Nachbarinnen und Nachbarn – möglichst zügig ab, um ihre Gewinnchancen zu erhöhen.
Dem Referenten gelang es dabei immer wieder, die Schülerinnen und Schüler mit Informationen zum Kontext seiner Fragen zu versorgen und sie zur Diskussion und zu spontanen Urteilen aufzufordern. So konnte der spielerische Ansatz im Wettstreit der Klassen untereinander genutzt werden, um zusätzliche Sachkompetenz z.B. zum ERASMUS-Programm, zu Auslandspraktika und zu Möglichkeiten des Gewinns von Interrailtickets zu erlangen. Außerdem wurden zahlreiche Bezüge zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hergestellt, die so die Bedeutung Europas und der EU für ihr Leben erkennen konnten.

Zuletzt wurden die jeweiligen Europameisterinnen und Europameister, also diejenigen mit den meisten richtigen Antworten, mit kleinen Sachpreisen geehrt, während sich der Referent über ein von der 3D-Druck-AG hergestelltes Gastgeschenk freute.
Am 11. Mai stand ein Vortrag mit integrierter Diskussion mit den Bundeswehrjugendoffizieren Paul Lienenbecker und Maria Eck auf dem Programm. In 90 Minuten gelang es den beiden Hauptleuten, mit den Schülerinnen und Schülern den Auftrag und die Aufgaben der Bundeswehr sowie die großen Zusammenhänge der Außen- und Sicherheitspolitik in Bezug auf die internationalen Institutionen UNO, NATO und nicht zuletzt die EU zu erörtern. Dabei wurden die Bedeutung von Nationalstaaten und Bündnissen, das System kollektiver Sicherheit und das Sicherheitsdilemma sowie die Perspektivabhängigkeit des Verteidigungsbegriffs gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und problematisiert. Die Entstehung und Relevanz des Grundgesetzes sowie die dort vorgesehene Rolle der Bundeswehr wurden als wichtige Grundlagen ebenfalls thematisiert.

In einer abschließenden Fragerunde bot sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit den beiden Jugendoffizieren über verschiedene weitere Themen ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden z.B. Fragen zum Wehrdienst, zur Rolle von Frauen in der Bundeswehr, zu Auslandseinsätzen, zur Bedeutung von Politik als Thema in den Familien und zu grundsätzlichen Sorgen vor Krieg angesprochen und diskutiert.
Den beiden Bundeswehrjugendoffizieren gelang es dabei immer wieder, den Schülerinnen und Schülern unter Wahrung der Prinzipien des »Beutelsbacher Konsens« durch aktuelle Bezüge, thematische Anknüpfungspunkte zum Unterricht und biografische Beispiele die Rolle Deutschlands und der Bundeswehr in Europa und der Welt zu veranschaulichen und kritische Aspekte zu diskutieren. Auch an diesem Tag wurde die Unterstützung unseres Angebots zum Europatag mit einem von der 3D-Druck-AG hergestellten Gastgeschenk gewürdigt.