Profilklassen
Bilinguale Klasse
Seit dem Schuljahr 2017/18 hat das »EBG« eine bilinguale Eingangsklasse, die mit großer Begeisterung Englisch und vieles über unsere englischsprachigen Nachbarn lernt. Die Globalisierung und die zunehmende Mobilität haben Englisch zu einer der wichtigsten Sprachen gemacht. Der bilinguale Unterricht erwirkt eine deutliche Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten in der englischen Sprache. Der aktive Gebrauch der Fremdsprache wird selbstverständlich – ein wichtiges Kriterium für den außerschulischen Umgang mit der Weltsprache Englisch. Nicht nur in der fremdsprachlichen Alltagskommunikation, sondern auch in der Arbeit oder an der Uni wird Englisch immer mehr zur allgemeingültigen und verwendeten Sprache.

Bilingualer Unterricht – was ist das?
»Bilingual« bedeutet neben der Zweisprachigkeit, dass die erste Fremdsprache Englisch nicht nur Unterrichtsfach, sondern ab Jahrgangsstufe 7 schrittweise auch Unterrichtssprache in den Fächern Erdkunde und Geschichte ist. Um die Voraussetzungen für den Einstieg in den bilingualen Sachfachunterricht ab Jahrgangsstufe 7 zu schaffen, wird die Anzahl der Wochenstunden im Fach Englisch in den Jahrgangsstufen 5 und 6 erhöht.
- Ergänzung des Englischunterrichts um je eine Unterrichtsstunde Englisch in der Jahrgangsstufe 5 und 6
- bilingual unterrichtete Sachfächer:.
• Klasse 7: Erdkunde
• Klasse 8: Geschichte
• Klasse 9: Erdkunde, Geschichte
• Klasse 10: Erdkunde, Geschichte, Biologie - um den Anforderungen gerecht zu werden, den der Unterricht in einem bilingualen erhalten die Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr jeweils 3 statt 2 Stunden Unterricht pro Woche
- nach der Mittelstufe haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, den bilingualen Zweig in der gymnasialen Oberstufe fortzusetzen und ein bilinguales Abitur abzulegen

Warum soll sich mein Kind für den bilingualen Zweig entscheiden?
Mein Kind erhält durch den bilingualen Englisch Unterricht …
- … mehr Möglichkeiten, Englisch als Kommunikationssprache zu nutzen
- … einen größeren Wortschatz sowie eine höhere Kompetenz im Bereich Hörverstehen und Sprechfertigkeit.
- … ein hohes Vertrauen in ihre Kommunikationsfähigkeit durch natürliche Anwendung der Fremdsprache als Arbeitssprache.
- … Zugang zu einer Vielzahl von authentischen englischen Materialien. Dies erweitert den Horizont und erhöht die interkulturelle Kompetenz.

Wie hoch ist der Mehraufwand für mein Kind?
Der Mehraufwand gegenüber dem nicht-bilingualen Zweig beträgt in den Jahrgangsstufen 5 und 6 jeweils eine Unterrichtsstunde. Ab Jahrgangsstufe 7 sind die Wochenstundenzahlen identisch. Weitere Informationen sind im Bereich Downloads zu finden. Bei Fragen rund um den bilingualen Zweig, wenden Sie sich bitte an André Tönnes.
MINT-Klasse
An wen richtet sich das Angebot? Die »MINT«-Profilklasse richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die ein ausgeprägtes Interesse an Mathematik und den Vorgängen in der Natur zeigen und nachhaltiges Wissen im »MINT«-Bereich erwerben möchten, um für einen späteren Beruf auf diesem Gebiet bestens vorbereitet zu sein.

Ziele einer »MINT«-Profilklasse:
Der »MINT«-Unterricht …
- … steigert und unterstützt die Wissbegierde
- … fördert das zielorientierte, problembewusste Denken in komplexen Systemen
- … fördert die Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Kreativität und das selbstständige Lernen
- … baut vernetzte Denkstrukturen durch fächerübergreifende Projekte auf
- … stellt eine zusätzliche Qualifikation für die spätere Berufslaufbahn dar
- … ermöglicht den Einblick in unbekannte Berufsfelder und hilft so bei der Berufsfindung und bereitet auf ein Studium im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich vor

Was wird gemacht …
in der Erprobungsstufe?
Klasse 5 — Experimentieren wie Naturwissenschaftler: Angebunden an das Fach Biologie wird anhand einfacher Experimente aus allen Naturwissenschaften ein erster vertiefender Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise vermittelt.
- eine Stunde zusätzlicher »MINT«-Unterricht (ein »langer« Nachmittag bis 16.05 Uhr)

Was wird gemacht …
in der Mittelstufe?
Klassen 6 bis 8 — Projektphase: Unabhängig von einzelnen Unterrichtsfächern wählen die Schülerinnen und Schüler der »MINT«-Profilklasse für jedes Halbjahr ein Projekt aus, an dem sie gerne arbeiten wollen. In den Projekten arbeiten die Schülerinnen und Schüler jahrgangstufenübergreifend.
- eine zusätzliche »MINT«-Stunde (ein »langer« Nachmittag bis 16.05 Uhr).

Aktuelle »MINT«-Projekte:
Die folgenden vier Projekte laufen aktuell am »EBG«. Weitere Projektangebote, auch aus noch nicht vertretenen »MINT«-Bereichen, werden für die nächsten Jahre entwickelt.
» 3D-Druck
Ist bei Dir etwas kaputt gegangen und Du brauchst jetzt ein Ersatzteil? Hast Du ein Einzelstück, aber möchtest zwei oder drei davon haben? Dann kannst Du sie vielleicht mit unserem 3D-Drucker erzeugen. Um ein Objekt mit dem 3D-Drucker erstellen zu können, werden wir zuerst am Computer ein dreidimensionales Modell des Objektes erstellen, welches unser 3D-Drucker dann ausdruckt. Dabei werden wir die Software und den Umgang mit dem 3D-Drucker kennenlernen. Ein schöner Nebeneffekt: Mit dem Drucken von maßgeschneiderten Ersatzteilen können wir alte Geräte »retten«, Müll vermeiden und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
» Die Welt der Farbstoffe
Wie ist ein Farbstoff aufgebaut? Woraus besteht die Farbe eines Filzstifts oder die Tinte des Füllers? Was sind Lacke? Wie verhalten sich Farben beim Mischen, Färben und im UV-Licht? Wir werden Farbstoffe gewinnen und untersuchen, werden verschiedene Farben herstellen, zerlegen und nicht sichtbare Farben sichtbar machen. Wir werden unterschiedliche Stoffe färben – gerne auch von Euch ausgewählte Kleidungstücke – und mit Farbstoffen Alltagsprodukte untersuchen. Ihr seid eingeladen zu einer chemischen Experimentreihe rund um Farbstoffe, Lacke und Farben.
» Das Mausefallenauto
Ein beliebter Wettbewerb verschiedener Universitäten ist die Konstruktion eines Mausefallenautos. Dabei soll ein eigenes Fahrzeug konstruiert und optimiert werden, bei dem nur mit der Energie, die in einer gespannten Mausefalle gespeichert ist, eine möglichst lange Strecke zurückgelegt werden kann. Bei der Planung und Umsetzung müssen unter anderem wesentliche Konzepte der Mechanik wie die Hebelgesetze, die Reibung, Übersetzungen und Getriebe verstanden und berücksichtigt und ihre Verwertbarkeit in den Fahrzeugen überprüft werden. Neben der Mausefalle als »Motor« können ansonsten für die Konstruktion des Fahrzeugs alle Materialien benutzt werden, die man für geeignet hält.
» Roboter
Was ist eine Diode oder ein Kondensator? Wie funktioniert ein Transistor? Und was passiert, wenn man aus diesen Bauteilen Schaltkreise baut? Im Roboter-Projekt wollen wir aus einfachen elektronischen Bauteilen und Elektromotoren einen Roboter bauen, der sich selbst steuern kann. Dazu werden wir zunächst die Wirkung von verschiedenen elektronischen Bauteilen in einem Stromkreis untersuchen und was eine Kombination dieser bewirkt. Am Ende können wir eine Steuerung für unseren Roboter bauen. Folgende Komponenten werden wir verwenden: Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Taster, Leucht- und Photodioden und Elektromotoren.
Wahlpflichtbereiche
» Biologie »Daily science«
In diesem Kurs behandeln wir nicht die klassischen Biologiethemen – wir orientieren uns an aktuellen Themenfeldern rund um die Biologie und schauen auch mal über den Tellerrand hinaus. Hast Du Dich schon mal mit Mikroplastik in den Weltmeeren beschäftigt? Sicherlich hast Du davon gehört, aber weißt Du auch, was man dagegen tun kann? Wir machen uns mit der Problematik vertraut und testen an praktischen Beispielen, wie man Mikroplastik in Kosmetikartikeln vermeiden kann. In dieser Unterrichtsreihe stellen wir zum Beispiel natürliche Kosmetika ohne Mikroplastik selbst her.
Wie reagierst Du auf besonders stressige Zeiten? Wir lernen die Ursachen und physiologischen Hintergründe von Stress kennen, probieren verschiedenste Entspannungstechniken aus und betrachten diese kritisch.
Oder möchtest Du mehr über eine gesunde Ernährung wissen? Gibt es zum Beispiel besonders gut geeignete Lebensmittel, die unser Immunsystem unterstützen oder für Sportler interessant sind? Wir machen uns schlau, testen und bewerten während einer Kochaktion ausgewählte Speisen.
» Informatik
Informatik wird im Wahlpflichtbereich II der Gymnasien beginnend mit der Klassenstufe 9 als zweijähriger Kurs unterrichtet. Der Unterricht greift zunächst eure Erfahrungen auf, die ihr beim Lernen mit neuen Medien in anderen Fächern gesammelt habt. Im Unterricht eignet ihr euch grundlegende Methoden und Strategien zur Beschaffung, Bearbeitung, Strukturierung, Aufbewahrung, Wiederverwendung, Präsentation, Interpretation und Bewertung von Informationen an. Ihr navigiert und recherchiert in globalen Informationsräumen, nutzt typische Anwendersoftware und erarbeitet Kriterien zu ihrer Bewertung, wählt zur Lösung von Problemen passende Software aus und schätzt den Sinn und Zweck des Einsatzes von Informatiksystemen ein. Insbesondere wird Wert daraufgelegt, dass ihr mit Daten sachgerecht und sozial verantwortlich umgeht und Chancen und Risiken des Einsatzes komplexer Informatiksysteme erkennt und zu deren verantwortungsvollem Anwenden bereit seid. Auch werden einfache Programmierumgebungen zum Erlernen des Programmierens und zur Bearbeitung algorithmischer Problemstellungen eingeführt.
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Was wird gemacht …
am Ende der Mittel- und Oberstufe?
Jahrgangsstufe 9 – Betriebspraktikum: Die Schülerinnen und Schüler sollten das für alle obligatorische zweiwöchige Betriebspraktikum möglichst in einer naturwissenschaftlich ausgerichteten Firma wie z.B. »Rain Carbon« ableisten.
Jahrgangstufen 11–13: In der gymnasialen Oberstufe wird das »MINT«-Profil durch ein durchgängiges Angebot von Leistungskursen in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik und eines Grund- oder Leistungskurses in Informatik fortgeführt. Weiterhin ist die Einrichtung von Projektkursen zu Themen aus dem »MINT«-Bereich möglich, die gegebenenfalls mit Hilfe außerschulischer Partner realisiert werden können.
Weitere »MINT«-Aktivitäten:
- Teilnahme an verschiedensten Wettbewerben (Informatik-Biber, Känguru der Mathematik, Biologie-Olympiade, Umweltpreis der Stadt Castrop-Rauxel uvm.)
- Teilnahme am »MINT«-AG-Angebot (Schulgarten AG, Neobiota AG, Green Screen AG, 3D-Druck AG uvm.)
- Kooperationen mit verschiedensten externen Partnern (Gelsenwasser „von klein auf Bildung“, Rütgers Stiftung, Lehr-Lern-Labor der Universität Duisburg-Essen, Westfälische Volkssternwarte und Planetarium Recklinghausen)
- regelmäßige Exkursionen (Grugapark Essen, Lehr-Lern-Labor der Universität Duisburg-Essen, Phänomania Erfahrungswelt Essen, Planetarium Recklinghausen, Neanderthal Museum, Alfried-Krupp-Schülerlabor Ruhruniversität Bochum etc.)
- klimaneutrale Perspektivschule: Das »ERNST BARLACH GYMNASIUM« soll mit der Unterstützung der Umweltressource des EUV-Stadtbetriebs zur klimaneutralen Perspektivschule entwickelt werden. Dieses Projekt soll durch Aktionen und Projekten eines Differenzierungskurses Biologie pädagogisch begleitet werden.
.»MINT«-Koordinator Dipl. Phys. Marcus Pelzing steht bei
Fragen rund rund um den »MINT«-Zweig, steht zur Verfügung.
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„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines
Problems, das gelöst werden will.“ — Galileo Galilei
Einzigartig. Beflügelt. Grenzenlos.
ERNST BARLACH GYMNASIUM
Lunastraße 3 · D‑44575 Castrop-Rauxel
