Tag 1 – Die Anreise
Von Sophia & Adi. Unsere Kursfahrt nach Budapest begann schon sehr früh am Morgen. Gemeinsam mit unserem Pädagogik Leistungskurs machten wir uns auf den Weg nach Ungarn. Einige von uns stiegen bereits in Castrop-Rauxel in den Zug, während andere gegen 6.30 Uhr in Dortmund dazukamen. Von dort aus ging es dann gemeinsam mit dem Zug zunächst nach München. Leider verlief unsere Anreise nicht ganz nach Plan, da unser Zug Verspätung hatte. Davon ließen wir uns die gute Laune allerdings nicht verderben. Ganz im Gegenteil: Während der langen Zugfahrt hatten wir viel Spaß miteinander, unterhielten uns, spielten verschiedene Spiele und lachten viel. Auch für ausreichend Snacks und Getränke war gesorgt, sodass die Zeit trotz der Verzögerungen relativ schnell verging. Aufgrund der Verspätung mussten wir unsere weitere Zugverbindung anpassen und nahmen schließlich einen späteren Zug nach Salzburg. Von dort aus ging es dann weiter zum Bahnhof Budapest-Keleti. Nach einer langen Reise erreichten wir Budapest schließlich gegen 21.30 Uhr. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel, wo wir zunächst eincheckten und unsere Zimmer bezogen. Das Hotel machte direkt einen sehr guten Eindruck. Es war modern, geräumig und sauber. Außerdem gab es eine große Lobby, in der man sich auch außerhalb der Zimmer aufhalten konnte. Da wir nach der langen Fahrt alle ziemlich hungrig waren, gingen wir am selben Abend noch einmal kurz raus. Einige besorgten sich etwas zu essen und zu trinken in einem Supermarkt, während andere zu Burger King gingen. Danach ließen wir den ersten Abend ausklingen und gingen schließlich auf unsere Zimmer. Nach der langen und teilweise anstrengenden Anreise waren wir alle ziemlich müde und wollten uns für den nächsten Tag ausruhen. Schließlich stand unser erster richtiger Tag in Budapest bevor, auf den wir uns schon sehr freuten.

Tag 2 – Tropfsteinhöhle
Von Lena und Kalipso. Unser zweiter Tag in Budapest begann um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel. Danach machten wir uns um 10 Uhr mit der Bahn auf den Weg zu einer Tropfsteinhöhle in Budapest. Dort verbrachten wir etwa zwei bis drei Stunden und erkundeten die Höhle gemeinsam mit einem Tourguide. Dabei erfuhren wir mehr über die Entstehung der Höhle und konnten die beeindruckenden Steine im Inneren bestaunen. Die Führung war sehr interessant und es war eine tolle Erfahrung, die Höhle von innen zu sehen. Insgesamt hat uns der Besuch sehr gut gefallen und war ein besonderes Erlebnis während unserer Studienfahrt. Anschließend fuhren wir gemeinsam zurück zum Hotel. Dort hatten wir Freizeit und gingen zusammen etwas zu essen holen. Danach kehrten wir alle ins Hotel zurück, um uns umzuziehen und für den Abend fertig zu machen. Am Abend fuhren wir gemeinsam mit Bus und Bahn zu einer für Budapest typischen Ruinenbar. Dort verbrachten wir den restlichen Abend zusammen und ließen den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Es war schön, auch außerhalb des eigentlichen Programms Zeit als Kurs miteinander zu verbringen. Insgesamt war der zweite Tag sehr gelungen. Besonders der Besuch der Tropfsteinhöhle war ein Highlight, da wir etwas Neues entdecken und Budapest auch von einer anderen Seite kennenlernen konnten.
Tag 3 – Fischerbastei, Burgviertel und eine verpasste Bootstour
Von Lejla. Der Mittwoch begann für uns mit einer Hop-on-Hop-off-Bimmelbahnfahrt zu der Fischerbastei. Dort konnten wir die schöne Aussicht auf Budapest genießen. Anschließend erkundeten wir das Burgviertel und spazierte zu verschiedenen Haltestellen der Bimmelbahn. Dabei konnten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter die Matthiaskirche, der Königspalast und die Fischerbastei, besichtigt werden. Am Abend konnten wir den Sonnenuntergang auf der Freiheitsbrücke bewundern, bevor es zu der anstehenden Bootsfahrt ging. Als wir nach einiger Wartezeit merkten, dass wir doch am falschen Dock standen, versuchten Kalipso und Sophia, die mehrere Kilometer entfernte Brücke und das richtige Dock zu erreichen, um das Boot aufzuhalten. Unsere Lehrkräfte versuchten ihr Glück per Taxi, doch trotz des schnellen Rennens und der parallelen Taxifahrt haben wir das Boot leider verpasst. Glücklicherweise haben wir noch jemanden vom Bootsteam angetroffen und dieser hat uns eine neue Bootsfahrt für den nächsten Tag organisiert, was wirklich ausgesprochen nett war. Um den Abend trotzdem erfolgreich fortzusetzen, übernahm Lejla daraufhin die Organisation und kümmerte sich um eine Alternative. Dadurch konnten wir gemeinsam essen gehen und den Abend dennoch angenehm gestalten. Auf dem Weg zum Restaurant hatten wir ebenfalls die Möglichkeit, den schönen Ausblick auf das nächtliche Budapest zu genießen. Besonders das beleuchtete Parlamentsgebäude mit den bei Nacht darüber fliegenden Vögeln war dabei ein besonderer Blickfang.
Tag 4 – Margareteninsel, Jüdisches Viertel inklusive Synagoge und Bootstour
Von Maxi. Am Donnerstagmorgen starteten wir um 10 Uhr nach dem Frühstück unseren Tag mit einem Besuch der Margareteninsel, einer Insel mitten in der Donau in Budapest. Dort spazierten wir gemeinsam durch den wunderschönen Rosengarten und den japanischen Garten. Anschließend legten wir eine kurze Mittagspause ein, bevor es gestärkt und erholt weiter ins Jüdische Viertel ging. Dort besichtigten wir die beeindruckende Synagoge in der Dohány-Straße, die größte Synagoge Europas und die drittgrößte der Welt. Während der Besichtigung erfuhren wir viel über die jüdische Kultur und die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Budapest sowie in Europa. Nach der Besichtigung erkundeten wir das Zentrum von Budapest und genossen die letzten Stunden unseres Aufenthalts in der Stadt, bevor am Abend das große Highlight des Tages auf uns wartete — die gemeinsame Bootsfahrt auf der Donau. Um 18:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Anleger, denn das Boot sollte um 19.45 Uhr ablegen. Da wir die Bootsfahrt am Vortag leider verpasst hatten, war die Vorfreude diesmal umso größer. Vom Boot aus konnten wir die berühmten Sehenswürdigkeiten Budapests, darunter das Parlamentsgebäude, die Kettenbrücke und die Budaer Burg, bei eingeschalteter Beleuchtung beobachten. Der beeindruckende Anblick der beleuchteten Stadt bildete einen wunderschönen gemeinsamen Abschluss unserer Studienfahrt. Nachdem wir wieder angelegt hatten, kehrten wir ins Hotel zurück. Dort packten wir unsere letzten Sachen zusammen und bereiteten alles für die Abfahrt am nächsten Morgen vor. Damit ging der letzte Tag unserer erlebnisreichen Studienfahrt in Budapest zu Ende. Nach vielen gemeinsamen Erlebnissen und unvergesslichen Eindrücken stand nun nur noch die Heimreise nach Castrop-Rauxel bevor.
Und das sagen die Lehrer …
Unsere Anreise verlief nicht ganz reibungslos: Um eine Minute verpassten wir den Anschlusszug, und kurz vor unserem Ziel in Ungarn drohte uns wegen vermeintlich „falscher Tickets“ beinahe der Rauswurf aus dem Zug. Doch unsere Gruppe ließ sich davon nicht die Laune verderben – gemeckert wurde nicht, stattdessen blieben alle gut gelaunt. +++ Die gemeinsame Zeit vor Ort war entspannt, erlebnisreich und lehrreich. Besonders schön war die großartige Gruppendynamik: unsere neugierigen Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam daran eine fremde Stadt zu entdecken. +++ Auch als wir feststellten, dass wir am falschen Anleger standen, hielt die Gruppe zusammen. Ohne zu zögern und trotz des zum Teil wenig geeigneten Schuhwerks sprinteten alle los, um den mehrere Kilometer entfernten Anleger noch rechtzeitig zu erreichen. Hat zwar nicht geklappt, aber auch dieses Problem haben wir gemeinsam gelöst. +++ An viele kleine Begebenheiten werden wir uns noch lange erinnern: an abgefallene Fingernägel, das Schlurfen des modernen, pantoffelähnlichen Schuhwerks, das lautstarke Tippen auf Smartphones und natürlich den täglichen Kaffeestopp. +++ Wir hatten eine wunderbare gemeinsame Zeit und bedanken uns bei der Gruppe für die vielen schönen Gespräche und Erlebnisse. Die Fahrt fühlte sich für uns weniger nach Arbeit als nach einem längeren Familienausflug an.