Bericht aus Canterbury

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Mon­tag – End­lich an­ge­kom­men! Nach der ewig lan­gen An­rei­se wa­ren wir am frü­hen Abend end­lich in Can­ter­bu­ry. Wir ha­ben un­se­re Zim­mer in der Stu­den­ten­un­ter­kunft be­zo­gen. Da­nach sind wir noch schnell ei­ne ers­te Run­de durch die Stadt ge­lau­fen, ein­fach um ei­nen ers­ten Ein­druck zu be­kom­men. Wir fan­den das schon cool, weil wir auf ein­mal kom­plett auf Eng­lisch un­ter­wegs wa­ren und uns das ziem­lich er­wach­sen ge­fühlt hat.

Diens­tag – Das war für uns DER Tag mit den meis­ten Schrit­ten – am En­de hat­ten wir fast 30.000 Schrit­te auf der Uhr, wir sind wirk­lich fast oh­ne Pau­se ge­lau­fen! Vor­mit­tags hat­ten wir ei­ne 1,5‑stündige Stadt­füh­rung, kom­plett auf Eng­lisch, und da­bei ha­ben wir auch die be­rühm­te Ka­the­dra­le ge­se­hen. Die fan­den wir rich­tig be­ein­dru­ckend, weil sie so rie­sig war und wir so ein al­tes Bau­werk noch nie aus der Nä­he ge­se­hen hat­ten. Nach­mit­tags hat­ten wir dann Schnup­per­trai­ning für Cri­cket, was uns echt Spaß ge­macht hat, weil wir vor­her noch nie Cri­cket ge­spielt hat­ten und es über­ra­schend leicht zu ver­ste­hen war. Lei­der ist da­bei auch was pas­siert: Ein Mit­schü­ler hat beim Üben ei­nen Schlä­ger an die Schlä­fe be­kom­men und muss­te si­cher­heits­hal­ber zum Arzt zur Kon­trol­le. Zum Glück war’s am En­de nicht so schlimm, aber erst­mal war der Schreck bei uns al­len groß. Abends ha­ben wir dann auf ei­ner rie­si­gen Lein­wand drau­ßen das WM-Spiel Spa­ni­en ge­gen Frank­reich ge­schaut. Das fan­den wir rich­tig cool, weil ein­fach die gan­ze Grup­pe zu­sam­men mit­ge­fie­bert hat und die Stim­mung to­tal mit­rei­ßend war.

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Mitt­woch – Lon­don-Tag! Wir sind mit ei­ner Thems­e­fäh­re von der O2 Are­na in Green­wich los­ge­fah­ren. Da­bei ha­ben wir auch die Cut­ty Sark ge­se­hen – das Schiff, das wir schon aus dem Eng­lisch­buch aus der 5. Klas­se ken­nen. Das fan­den wir wit­zig, weil wir es da­mals nur als Bild im Buch kann­ten und jetzt plötz­lich da­vor­stan­den. Bei su­per Som­mer­wet­ter konn­ten wir von der Fäh­re aus schon to­tal vie­le Se­hens­wür­dig­kei­ten von Lon­don er­ken­nen. Lon­don selbst fan­den wir dann aber ziem­lich an­stren­gend, weil über­all Men­schen­mas­sen un­ter­wegs wa­ren und wir so­gar meh­re­re De­mos ge­se­hen ha­ben. In der U‑Bahn war es we­gen der gan­zen Leu­te to­tal warm und sti­ckig, das fan­den wir un­an­ge­nehm, weil wir kaum Luft be­kom­men ha­ben. In­ter­es­sant fan­den wir es trotz­dem, weil wir so vie­le un­ter­schied­li­che Men­schen auf ei­nem Hau­fen noch nie ge­se­hen hat­ten. Le­ben wür­den wir in Lon­don aber eher nicht wol­len, weil uns das al­les ein­fach zu voll und zu hek­tisch war.

Don­ners­tag – Wir sind mit dem Bus nach Brigh­ton ge­fah­ren. Wir wa­ren ei­nen hal­ben Tag dort und fan­den das rich­tig ent­spannt, weil end­lich mal kein straf­fes Pro­gramm an­stand. Wir ha­ben uns mit ein paar an­de­ren an den Strand ge­setzt und ein­fach das Meer ge­nos­sen, an­de­re ha­ben sich an den gan­zen Stän­den was zu es­sen ge­holt. Ein paar Mäd­chen aus un­se­rer Klas­se ha­ben sich so­gar ih­ren ei­ge­nen Ted­dy­bä­ren selbst ge­macht, das fan­den wir süß, weil sie so stolz auf ihr selbst­ge­mach­tes Er­geb­nis wa­ren. Abends ha­ben wir dann noch in ei­nem ty­pisch eng­li­schen Pub ge­ges­sen, be­vor es zu­rück in die Ju­gend­her­ber­ge ging zum Auf­räu­men und Kof­fer pa­cken – für uns lei­der schon das En­de der Rei­se in Sicht­wei­te.

Sons­ti­ges – Das Wet­ter war für uns die gan­ze Wo­che über rich­tig gut und son­nig, da­mit hat­ten wir echt Glück. Bei der Un­ter­kunft gab es aber ein paar Pro­ble­me: In den Zim­mern der 8. Klas­se war es teil­wei­se so warm, dass vie­le mit ih­rer Ma­trat­ze ein­fach in die küh­le­ren Zim­mer von Mit­schü­lern um­ge­zo­gen sind. Bei der 9. Klas­se wa­ren die Zim­mer okay, aber die Ma­trat­zen fan­den wir un­be­quem, weil wir je­de ein­zel­ne Fe­der dar­in ge­spürt ha­ben. Zum Früh­stück muss­ten wir je­den Mor­gen ein Stück lau­fen, das fan­den wir ner­vig, weil wir mor­gens ei­gent­lich noch mü­de wa­ren und kei­ne Lust auf den zu­sätz­li­chen Weg hat­ten. Das Früh­stück selbst war für uns Ge­schmack­sa­che: ty­pisch eng­lisch mit ba­ked be­ans, Pil­zen, To­ma­ten, Würst­chen und Spie­gelei, aber auch (Schoko-)Croissants, Corn­flakes, Toast, Wurst, Kä­se und Mar­me­la­de – für uns war zum Glück auch was Ver­trau­tes da­bei. Ins­ge­samt fan­den wir es ei­ne rich­tig coo­le Wo­che, weil wir viel er­lebt ha­ben, das Wet­ter mit­ge­spielt hat und wir ein paar wit­zi­ge wie auch auf­re­gen­de Mo­men­te hat­ten.