¡Bienvenidos a Madrid!

EBG-News
© EBG Castrop-Rauxel

Von Mi­la Hell­fai­er und Stel­la Gold­beck (bei­de jetzt in der Q2).

Vom 22. bis 26. Ju­ni 2026 ging es für die Spa­nisch­kur­se der Q1 mit Herrn Wasch­ner und Frau Díez Cre­spo nach Ma­drid. Fünf Ta­ge lang ha­ben wir die spa­ni­sche Haupt­stadt er­kun­det, be­rühm­te Se­hens­wür­dig­kei­ten be­sucht und je­de Men­ge er­lebt. Da­bei wur­den or­dent­lich Ki­lo­me­ter ge­sam­melt – bei Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 44 Grad.

Am Mon­tag­mor­gen ging es für uns schon früh zum Flug­ha­fen, da wir uns um acht Uhr tref­fen woll­ten. Wir flo­gen ge­gen 10 Uhr nach Ma­drid ab und um 12.30 Uhr ka­men wir dann in Spa­ni­en an. Nach­dem wir um 15 Uhr end­lich im Hos­tel ein­che­cken konn­ten, ha­ben wir uns da­nach auf den Weg zum Par­que del Buen Re­ti­ro ge­macht, wel­cher bei uns in der Nä­he war. Es gab vie­le Sitz­mög­lich­kei­ten und man konn­te sich Eis oder Ge­trän­ke kau­fen. Vor Ort gab es ei­nen Mu­si­ker, der für ei­ne Do­ku im Park ge­dreht hat­te; wir soll­ten uns ins Pu­bli­kum stel­len und ihm beim Sin­gen zu­hö­ren.

Spä­ter lie­fen wir durch die Stadt und wir sa­hen un­ter an­de­rem den Con­gre­so de los Dis­pu­ta­dos und ein gro­ßes Opern­ge­bäu­de. Weil je­der am Abend Hun­ger hat­te, leg­ten wir ei­ne klei­ne Pau­se ein, be­vor es dann zum letz­ten Stopp des Ta­ges ging. Da es lei­der nur für ei­ne klei­ne Mahl­zeit ge­reicht hat­te, stärk­ten wir uns mit McDonald‘s oder Ta­co Bell. Ob­wohl es schon sehr spät war, gin­gen wir schluss­end­lich noch zum Pla­za Ma­yor. Dort muss­te man be­son­ders auf Ta­schen­die­be auf­pas­sen und es gab auch vie­le il­le­ga­le Ver­käu­fer mit Wa­ren auf Tü­chern. Da­nach gin­gen wir zu­rück zum Hos­tel. Die meis­ten wa­ren mü­de und er­schöpft vom Flie­gen oder dem Lau­fen, weil wir schon ei­nen lan­gen Tag hin­ter uns hat­ten.

Am Diens­tag star­te­ten wir auf der be­kann­ten Ein­kaufs­stra­ße Gran Vía. Man­che gin­gen shop­pen, an­de­re hol­ten sich erst­mal et­was Kal­tes zu trin­ken. Be­vor wir das Mu­seo del Pra­do be­such­ten, pro­bier­ten wir noch Tur­rón, ei­ne ty­pisch spa­ni­sche Sü­ßig­keit. Im Pra­do konn­ten wir be­rühm­te Ge­mäl­de wie „Las Me­ni­nas“ oder „Der Gar­ten der Lüs­te“ se­hen. Die Ge­mäl­de im Mu­se­um sind wirk­lich be­ein­dru­ckend – al­ler­dings ist es dort un­ter­sagt, Fo­tos zu ma­chen. Nach dem ge­mein­sa­men Abend­essen hat­ten wir Frei­zeit. Wer noch Lust hat­te, ließ den Tag am Tem­plo de De­bod aus­klin­gen und ge­noss dort die ent­spann­te abend­li­che Stim­mung.

Am Mitt­woch gin­gen wir mit der ge­sam­ten Trup­pe zum Par­que Ma­drid Río. Hier ließ es sich ent­we­der mit Was­ser­an­la­gen ab­küh­len, auf der Wie­se son­nen oder man konn­te sich ei­nen kal­ten Slus­hie ho­len. Ob­wohl es 38°C und in der Son­ne so­gar 44°C wa­ren, mach­te die ma­drid­sche Luft­feuch­tig­keit die Tem­pe­ra­tu­ren er­träg­li­cher als in Deutsch­land. Man soll­te al­so nicht die Son­nen­creme ver­ges­sen! Über­ra­schen­der­wei­se kam ein klei­nes Ka­me­ra­team des Ers­ten in den Park und hat­te ein In­ter­view mit ein paar ma­drid­schen Bür­gern über die spa­ni­schen Hit­ze­wel­len ge­führt. Die­ses wur­de dann auch am sel­ben Tag im Fern­se­hen aus­ge­strahlt. Auch zwei aus un­se­rer Trup­pe wur­den freund­lich emp­fan­gen und in­ter­viewt, auch wenn das lei­der nicht aus­ge­strahlt wur­de. Nach ein paar Stun­den Son­nen­schein hat­ten wir Frei­zeit; die Leh­rer gin­gen mit ein paar Schü­le­rin­nen zu­rück zum Hos­tel und der Rest blieb im Park. Auf dem Plan stand das Thys­sen-Mu­se­um, wel­ches vor al­lem be­kannt für im­pres­sio­nis­ti­sche Kunst ist, aber die meis­ten ha­ben sich da­für ent­schie­den, ei­ne klei­ne Pau­se im Hos­tel zu ma­chen und dann abends in ei­nem Re­stau­rant es­sen zu ge­hen.

Am spä­ten Abend war noch ein ge­mein­sa­mer Be­such in ei­ner Ro­of­top-Bar ge­plant, aber die­se hat­te dann ur­plötz­lich ge­schlos­sen. Dar­auf­hin tra­fen wir uns mit Frau Díez Crespos Schwes­ter in der Stadt und sie führ­te uns ein biss­chen her­um. Zu­erst sa­hen wir den Mer­ca­do de San Mi­guel, ein Markt für Spei­sen, da­nach gin­gen wir noch mit ei­ner klei­ne­ren Grup­pe ge­mein­sam et­was trin­ken. Hier wur­den un­se­re Spa­nisch­kennt­nis­se auf die Pro­be ge­stellt, als wir uns ein biss­chen mit Frau Díez Crespos Schwes­ter un­ter­hal­ten ha­ben. ¡Qué bue­no!

Am Don­ners­tag stand der Pa­la­cio Re­al auf dem Pro­gramm. Ob­wohl es der kühls­te Tag der Wo­che war, lag die Tem­pe­ra­tur noch im­mer bei et­wa 32 Grad. Der Pa­last be­ein­druck­te uns mit sei­nen rie­si­gen Räu­men und al­les war kunst­voll und de­tail­liert aus­ge­ar­bei­tet. Nach die­ser Be­sich­ti­gung hat­ten wir viel Frei­zeit und konn­ten Ma­drid noch ein­mal auf ei­ge­ne Faust er­kun­den. Abends woll­ten wir er­neut in ei­ne Ro­of­top-Bar. Nach meh­re­ren Ver­su­chen fan­den wir schließ­lich ei­ne – al­ler­dings war es in­zwi­schen schon nach 23 Uhr und es wur­den kei­ne Ge­trän­ke mehr aus­ge­schenkt. Das in ei­ner Groß­stadt… Da­für sorg­te ei­ne Tanz­grup­pe auf ei­nem Platz un­ter­wegs noch für gu­te Un­ter­hal­tung.

Frei­tag war der Tag der Ab­rei­se und trotz­dem hat­ten wir noch ein paar Ak­ti­vi­tä­ten ge­plant, die wir am Vor­tag nicht ver­fol­gen konn­ten. Nach­dem wir früh auf­ge­stan­den wa­ren und früh­stück­ten, ha­ben wir die Zim­mer auf­ge­räumt und die Kof­fer in ei­nem Raum ver­staut. Für uns ging es noch ein letz­tes Mal durch die Stra­ßen Ma­drids und zum Pa­la­cio de Ci­be­les. Es war kein Pa­last wie der Pa­la­cio Re­al, son­dern viel­mehr wie ein Aus­sichts­turm mit ei­ner wun­der­ba­ren Aus­sicht über die Sky­line der Haupt­stadt – und zu­vor war hier die Haupt­post Ma­drids. Im An­schluss dar­an hat­ten wir noch ein letz­tes Mal Frei­zeit, weil kaum je­mand zum Es­tadio Ber­nabéu oder zur Bi­blio­te­ca Na­cio­nal ge­hen woll­te. Da­für blieb auch ei­gent­lich kei­ne Zeit mehr, denn es reich­te nur für ei­nen kur­zen Be­such, um das Sta­di­on von au­ßen zu be­sich­ti­gen. Des­halb ging es für uns noch ein­mal auf die Su­che nach Sou­ve­nirs.

We­ni­ge Stun­den spä­ter hat­ten wir un­se­re Kof­fer beim Hos­tel ab­ge­holt und wir fuh­ren mit der gut aus­ge­bau­ten Me­tro zum Flug­ha­fen. Der Flug­ha­fen war sehr groß, wo­durch er un­über­sicht­lich war, wir hat­ten uns auch ein oder zwei Mal ver­lau­fen, aber den­noch ka­men wir pünkt­lich am Gate an. Ob­wohl un­ser Flug um 19 Uhr Ver­spä­tung hat­te, lan­de­ten wir trotz­dem wie­der pünkt­lich ge­gen 22 Uhr in Deutsch­land. Kaum wa­ren wir aus dem Flug­zeug raus, fühl­te man sich bei der Hit­ze wie im Tro­pen­haus, als wür­de man ge­gen ei­ne Hit­ze­wand lau­fen. Nach ei­nem kur­zen ge­mein­sa­men Ab­schied wur­den wir dann ins Wo­chen­en­de ent­las­sen.

Ins­ge­samt war die Kurs­fahrt ein tol­les Er­leb­nis. Ma­drid hat uns mit sei­ner be­ein­dru­cken­den Ar­chi­tek­tur, den zahl­rei­chen Se­hens­wür­dig­kei­ten und den un­glaub­lich vie­len Mög­lich­kei­ten be­geis­tert. Wich­tig ist aber, an be­leb­ten Or­ten auf sei­ne Sa­chen auf­zu­pas­sen. Un­ser Tipp für zu­künf­ti­ge Kurs­fahr­ten: Nehmt auf je­den Fall be­que­me Schu­he, Son­nen­creme und ei­ne Trink­fla­sche mit. In Ma­drid wird viel ge­lau­fen und es kann im Som­mer rich­tig heiß wer­den. Wer au­ßer­dem die Leu­te auf Spa­nisch an­spricht, kommt bei den Ein­hei­mi­schen oft be­son­ders gut an – auch wenn man sich mit Eng­lisch eben­falls gut ver­stän­di­gen kann.