Anreise und Tag 1 (von Emily und Olivia):
„Rom, wir kommen!“, mit dieser Vorfreude trafen wir uns am Sonntag um 11.45 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof. Um 12 Uhr ging es dann mit dem ICE Richtung München los. Dort konnten wir uns während einer zweistündigen Pause noch einmal stärken, bevor wir um 20 Uhr in den gemütlichen Nightjet nach Rom stiegen.
Während einige die Nacht zum Schlafen nutzten, genossen andere die Atmosphäre im Nachtzug und blieben noch lange wach. Insgesamt verlief die Fahrt aber sehr entspannt. Gegen 12 Uhr kamen wir schließlich am Bahnhof Roma Tiburtina an. Nach der Fahrt mit der U‑Bahn zu unserer Unterkunft konnten wir uns kurz ausruhen, bevor erst einmal der Supermarkt »geplündert« wurde. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Monte Pincio, wo uns ein beeindruckender Blick über Rom erwartete. Kurz darauf zog sogar ein Gewitter auf, doch bei Temperaturen von über 36° C war die Abkühlung sehr entspannend.
Den Abend ließen wir gemeinsam in der gemütlichen Pizzeria La Pecora Pazza ausklingen. Die leckere Pizza und das Zusammenkommen sorgten für einen gelungenen Abschluss unseres ersten Tages, bevor wir müde, aber voller neuer Eindrücke in unsere wirklich schöne Unterkunft zurückkehrten. Schon jetzt steht fest: Rom begeistert uns, dabei war das erst der Anfang!

Tag 2 (von Hanna, Emilia, Maja und Laresa):
Heute haben wir Rom bei 42° C erkundet. Dabei sind wir rund 26.000 Schritte und 18 Kilometer gelaufen. Besonders beeindruckend war der atemberaubende Petersdom und die Aussicht von der Kuppel, für die wir über 550 Stufen bewältigen mussten. Am Abend haben wir Rom weiter erkundet: wir haben das Pantheon besichtigt und sind zum Trevi-Brunnen gegangen. An der Piazza Navona haben wir eine Pause eingelegt und den 4‑Ströme-Brunnen bestaunt. Ein besonderes Highlight war außerdem die Engelsburg, wo wir zufällig auf eine Filmpremiere gestoßen sind. Auf dem Rückweg in unsere Unterkunft konnten wir die abendliche Atmosphäre genießen. Zusammengefasst war es also trotz der Hitze ein sehr schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken.
Tag 3 (von Marla):
Heute standen eine Führung über das Forum Romanum bis zum Kolloseum an. Dafür trafen wir uns mit unserer Touristenführerin (eine Empfehlung von Frau Waldheim) an der Metro-Haltestelle Colloseo. Unsere Tour führte uns zunächst in den Schatten, wo wir wichtige Daten und Abschnitte der römischen Geschichte besprochen haben, die später während der Tour wichtig wurden. Wir gingen entlang des Palatins zum Forum Romanum, um die dortigen Tempel und das Forum selbst zu besichtigen. Immer wieder erzählte unsere Touristenführerin spannende Details und wir bekamen durch sie viel Zeit in verschiedensten Schatten, was wahrscheinlich unsere Rettung war. Auf dem Forum war auch eine Stelle zu sehen, auf dem angeblich Caesars Leiche verbrannt worden war (er war nicht wirklich spektakulär).
Dann ging es weiter in Richtung Kolloseum, vorbei an der neuen Haltestelle der Metrolinie C, die erst seit wenigen Monaten geöffnet war. Vor Ort brauchten wir nicht lange warten, sondern konnten als geführte Schulgruppe schnell durch und endlich das wohl berühmteste Bauwerk der römischen Geschichte mit eigenen Augen von innen sehen. Wir bekamen noch eine kleine geschichtliche Einführung, dann verabschiedete sich unsere Tourleiterin und wir durften das Kolloseum in Kleingruppen besichtigen. Es war sehr beeindruckend, das Wetter bot eine fantastische Fotokulisse, die viel und ausgiebig genutzt wurde. Als wir uns wiedertrafen, konnte man frei wählen in der Umgebung nach Restaurants zu suchen oder zuerst mit Frau Schürholz und Frau Puls zur Unterkunft zurückzufahren. Wer wollte konnte sich bereits um 16 Uhr in der Unterkunft wieder mit ihnen auf den Weg machen und vor dem Treffen mit allen noch die Kirche San Giovanni besuchen. Sonst trafen wir uns erst um 17.30 Uhr wieder an der Haltestelle Colloseo, wo uns heute auch die Gruppenführerin abgeholt hatte. In der Zwischenzeit sollten sich auch alle Essen für ein Picknick später auf dem Palatin besorgen. Meine Gruppe ging bei einem bereits bewährten typisch italienischen Imbiss essen, bevor ich schließlich die einzige Schülerin war, die San Giovanni mitbesuchte. Es hat sich aber sehr gelohnt, denn es war spannend nach dem Vatikan auch den Ort zu sehen in dem die Päpste vor dem Exil lebten. Während wir gerade in Ruhe die Innenarchitektur betrachteten, donnerten plötzlich laute Geräusche durch die Kirche. Es stellte sich heraus, dass es bei über 30° C tatsächlich gehagelt hatte.
Als wir San Giovanni wieder verließen, konnte man auf den Wiesenflächen davor noch immer, trotz der wahrscheinlich bereits begonnenen Schmelze einige wirklich große Hagelkörner finden. Zurück zum Kolloseum fuhren wir mit der neuen modernen und fahrerlosen Linie C.
Als schließlich unsere ganze Gruppe eingetroffen war, erklommen wir den Palatin, so hoch wie es schnell möglich war und genossen unser Picknick mit tollem Ausblick auf das Forum Romanum. Leider schloss der Park schon bald, sodass wir nur noch kurz Zeit hatten auf einer Aussichtsplattform Fotos zu machen, bevor wir wieder gehen mussten. Glücklicherweise hatten wir dadurch noch genug Zeit, um zur Tiberinsel zu laufen und (wer wollte) dort ein Eis zu genießen. Nach einer weiteren Wanderung zur nächsten Haltestelle fuhren wir dann wieder zurück zur Unterkunft und durften dort unseren restlichen Abend frei gestalten.

Tag 4 (von Kristijan):
Am vorletzten Tag haben wir uns am sonnigen Morgen auf den Weg zu den kapitolinischen Museen gemacht. Nach einer kurzen Busfahrt und einem kurzen Gehweg, bei welchem wir eine schöne Aussicht von den kapitolinischen Hügeln hatten, kamen wir auch beim Kapitol an, wo sich auch das anschließende Museum befand. Noch bevor wir ins Museum reingingen, waren wir von der Architektur und Bauweise des Museums beeindruckt. Im eigentlichen Museum hatten wir die Möglichkeit die beeindruckendsten Gemälde, Statuen, Schätze und Überreste der damaligen Zeit zu bestaunen. Am Abend begaben wir uns auf den Weg zum malerischen Stadtviertel Trastevere, das die perfekte Möglichkeit ist, einen typisch italienischen Abend zu gestalten. In Trastevere erwarteten uns enge, kopfsteingepflasterte Gassen, ockerfarbene Gebäude und eine große Anzahl an Restaurants und Cafés. Da ließen wir alle gemeinsam bei typisch italienischem Flair den Abend ausklingen, bevor es bei schönster Abendidylle wieder zurückging.
Tag 5 und Rückreise (von Anna, Marie und Laura):
Unser Tag begann wie jeden Morgen um 8 Uhr mit dem Frühstück. Danach mussten wir jedoch sofort unsere Zimmer aufräumen und unsere Koffer fertig packen, denn die Zimmer mussten wir schon um 9.30 Uhr verlassen. Bevor wir aber nach Hause gefahren sind, haben wir zunächst die Santa Maria Maggiore besichtigt. Dies ist die Kirche, in der Papst Franziskus begraben liegt. Es war besonders beeindruckend zu sehen, wie prunkvoll die Kirche gestaltet ist. Dennoch hat man sich bei Papst Franziskus für ein eher schlichtes Grab entschieden, das dort auf besondere Weise hervorsticht.
Anschließend haben wir noch die Caracalla-Thermen besichtigt, die echt riesig waren. Danach hatten wir bis 16 Uhr Freizeit. Einige von uns sind noch ein letztes Mal zum Trevi-Brunnen gefahren oder haben noch ein letztes Mal Pizza oder Pasta gegessen. Zeit, um die letzten Geschenke und Souvenirs zu besorgen, war auch noch.
Anschließend sind wir zum Bahnhof gefahren und um 18.10 Uhr in den Nightjet Richtung München gestiegen. Die Zugfahrt war echt lang und die Schlafmöglichkeiten waren nicht die besten. Um 9.30 Uhr sind wir dann in München angekommen. Dort haben wir den ICE Richtung Dortmund Hbf. genommen. Mit etwas Verspätung sind wir dann gegen 16.30 Uhr in Dortmund angekommen und wurden von unseren Familien und der absoluten Hitze empfangen.
Abschließend können wir alle bestätigen, dass die Fahrt nach Rom wunderschön und richtig toll war. Wir alle waren von den Gebäuden und der Stadt begeistert. Es war faszinierend, all das, über das wir die Jahre nur gelesen oder übersetzt haben, nun mit eigenen Augen zu sehen.
Es war der perfekte Abschluss nach fünf Jahren Latein!