Von Verona Ajruli und Adriana Meck. In der vergangenen Woche fand an unserer Schule eine abwechslungsreiche und informative Berufsorientierungswoche statt. Ziel dieser Woche war es, den Schülerinnen uns Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Interessen besser kennenzulernen und einen realistischen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder zu erhalten.
Am Montag wurden wir mit verschiedenen Aufgaben auf die Woche vorbereitet. Dabei ging es vor allem darum, die eigenen Stärken, Interessen und Vorstellung für die Zukunft zu reflektieren und sich bewusst mit möglichen beruflichen Wegen auseinanderzusetzen. Am Dienstag starteten die ersten Workshops. Die Schülerinnen und Schüler konnten im Vorfeld Berufe auswählen, denen sie zugeteilt wurden. Zu jedem Beruf kamen ein bis zwei Fachkräfte an die Schule, die aus ihrem Berufsalltag berichteten, ihren persönlichen Werdegang vorstellten und über Ausbildungs- sowie Studienmöglichkeiten informierten. Sie nahmen sich Zeit für Fragen und gingen ausführlich auf die Interessen der Schülerinnen und Schüler ein. Auch nach den einzelnen Stunden bestand die Möglichkeit, persönliche Gespräche zu führen und weitere Fragen zu stellen, was von vielen genutzt wurde.

Der Mittwoch bot drei unterschiedliche Workshops, aus denen erneut gewählt werden konnte. Zwei Gruppen blieben in der Schule und nahmen an den Workshops „Game Development Studio — SLUGGERFLY“ sowie „Wie KI unsere Arbeitswelt verändert“ teil. Im Game-Development-Workshop durften die Teilnehmenden selbst kreativ werden und in Gruppen ein eigenes Spiel entwickeln, in diesem Fall ein Brettspiel. Dabei ging es darum, Spielideen zu planen, regeln zu entwerfen und gemeinsam ein funktionierendes Konzept auszuarbeiten. Gleichzeitig erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Gaming-Welt und lernten, welche unterschiedlichen Berufe es in der Spielentwicklung gibt. Im KI-Workshop wurde thematisiert, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz bereits heute auf die Arbeitswelt hat und wie sie Berufe und Arbeitsprozesse in Zukunft verändern könnte. Dabei wurden sowohl Chancen als auch Herausforderungen diskutiert.
Eine weitere Gruppe besuchte die Verpackungsfirma THIMM in Castrop-Rauxel. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen und erhielten zunächst eine Präsentation über den Betrieb, seine Arbeitsbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten. Anschließend folgte ein Rundgang durch das Werk, bei dem wir sehen konnten, wie Verpackungen hergestellt werden. Zum Abschluss absolvierten wir in kleinen Gruppen eine kreative Challenge, bei der Dinosaurier aus Pappe zusammengebaut werden mussten. Insgesamt war es ein sehr interessanter und spaßiger Tag mit vielen neuen Eindrücken. Am Donnerstag und Freitag kamen erneut Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Berufe an die Schule. Außerdem bearbeiteten die Gruppen Präsentationen über die Workshops und Exkursionen vom Mittwoch vor, die am Freitag vorgestellt wurden. Abschließend wurde gemeinsam auf die Woche zurückgeblickt und Erfahrungen wurden ausgetauscht.
Die Berufsorientierungswoche bot einen breiten Überblick über ganz unterschiedliche Berufsfelder. Von Polizei, Bundeswehr, Finanzamt und Justizvollzugsanstalt über Medizin, Molekularbiologie, Biologie und soziale Arbeit bis hin zu Jura, Innenarchitektur, Theaterpädagogik, Bühnenkunst, Wirtschaft, Handel oder Berufen im MINT-Bereich. Dieser Kontrast zeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten sind.
Insgesamt war die Woche sehr spannend und lehrreich. Viele Schülerinnen und Schüler konnten neue Interessen entdecken und Einblicke in Berufe gewinnen, mit denen sie sich zuvor noch nie beschäftigt hatten.